Ganz gleich, ob Karate, Boxen, Wing Chun oder Taekwondo – Kampfkünste gibt es mittlerweile in Hülle und Fülle. Daher ist die Geschichte der Kampfkünste die Geschichte jeder einzelnen Kampfkunst. Trotzdem aber lassen sich die Ursprünge auf dieselbe Quelle zurückverfolgen. Im Folgenden lernen Sie die wichtigsten Meilensteine in der Geschichte der Kampfkünste kennen.

Ursprung

Die meisten traditionellen Kampfkünste, die wie noch heute kennen, hatten in der Vergangenheit nur ein Ziel – Feinde zu besiegen, und zwar mit oder ohne Waffen. Was einst eine Art von Überlebenskunst war, gehört heute zu einer der beliebtesten Sportaktivitäten, um den Körper fit zu halten. Zwar haben Historiker verschiedene Kampfkünste überall auf der damals bekannten Welt nachgewiesen, jedoch sind uns bis heute vor allem traditionelle asiatische Formen bekannt. Noch vor ein paar Jahrhunderten galt die Kampfkunst als ein Privileg für Krieger bzw. Soldaten, mittlerweile kann aber jeder dadurch seinen Körper und Seele stärken.

Der Ursprung aller Kampfkünste liegt am wahrscheinlichsten in China. Einige Studien belegen, dass die ersten Kampftechniken schon zweieinhalb Jahrtausende vor Christus entwickelt wurden. Es waren aber nicht nur chinesische Krieger, die kämpfen lernen mussten. Die Kampfkunst ist im Lauf der Jahre in zahlreichen anderen Ländern beliebt geworden. In Korea z. B. hieß der traditionelle Kampfsport Tekgyeon, der aber durch japanische Besetzung ausstarb. Zur Zeit der Besatzung entwickelte sich jedoch aus dem japanischen Karate, der allen bekannt sein dürfte, das Taekwondo, das im Jahr 2000 zu einer olympischen Disziplin ernannt wurde.

Japanische Kampfkunst

Zweifelsohne gehört Japan zu einer Wiege der bekanntesten Kampfkünste. Zwar ist Japan vor allem für Samurai bekannt, jedoch stammen aus Japan auch Judo, Karate und Aikido. Dabei handelt es sich um jüngere Kampfarten, die aber immer mehr Anhänger auf der ganzen Welt finden. In allen drei Techniken geht es um verschiedene Hand-, Fuß- und Wurf-Techniken, die sowohl bei Angriffen als auch bei Selbstverteidigung eingesetzt werden. Damals mussten sich die Krieger an den Ehrenkodex „Bushido“ halten, was auf Deutsch als der Weg des Kriegers übersetzt wird und 7 Tugenden wie Ehre, Mut, Loyalität, Gerechtigkeit, Höflichkeit, Wohlbesonnenheit und Wahrheitsliebe umfasst.

Chinesische Kampfkunst

Neben japanischen sind aber auch chinesische Kampfkünste, die noch heute bekannt und trainiert werden. In diesem Bezug ist Kung Fu einer der bekanntesten Kampfstiele. Unter Kung Fu verstehen wir eigentlich nur eine Kampfart, was aber im Chinesischen nicht der Fall ist. In China ist Kung Fu ein Übergriff, der zahlreiche andere Kampfkünste umfasst. Als Ursprung gelten jedoch zwei Quellen. Einerseits waren das die buddhistischen Mönche vom Shaolin-Kloster oder anderseits die daoistischen Mönche. Eigentlich wurde Kung Fu zuerst nur als eine Art Meditation eingesetzt, und nicht als ein Kampfstil bzw. eine Art der Selbstverteidigung.

Ganz gleich, für welche Kampfkunst Sie sich entscheiden. Jede einzelne Kampftechnik erfordert viel Geduld, einen starken Willen, Disziplin, Selbstbeherrschung und Ausdauer. Zwar basieren Kampfkünste auf denselben Ursprung, jedoch ist jede Technik etwas Einzigartiges und entwickelte sich auf ihre Art und Weise. Daher finden Sie unter zahlreichen Kampfkünsten garantiert die richtige Sportart, sei es zur Entspannung, Selbstverteidigung oder Fitness.