Haben Sie sich schon mal gewundert, was die verschiedenen Farben von Karate Gürteln auf sich haben? Der Gürtel gilt im Karate als eine Art persönlicher Ausweis, mit dem sowohl die Gewichts- und die Altersklasse sowie der Ausbildungsstand der Trainierende angezeigt werden. Im Folgenden erfahren Sie, was für eine Bedeutung der jeweiligen Gürtelfarbe zugeschrieben wird.

In der Karate-Welt gibt es zwei verschiedene Arten, wie die Schüler eingeteilt werden. Einerseits gilt die Gürtelfarbe als ein Zeichen für den Ausbildungsstand der Schüler bzw. der Karateka. In diesem Fall strebt jeder Schüler danach, seinen Stand zu erhöhen. Insgesamt teilen sich die Ausbildungsgrade in 9 Schülergrade und 10 Meistergrade. Mit dem Gürtel wird angezeigt, welchen Grad Sie beim Training erreicht haben bzw. wie hart Sie in der Vergangenheit trainiert haben.

Anderseits dient die Gürtelfarbe im Karate als ein Anzeichen für Gewichts- und Altersklasse auf Wettkämpfen. In diesem Fall spielt der Ausbildungsgrad keine Rolle. Die Gürtelfarbe dient nur der Erkennung des Gewichts und Alters von Karatekas. Nur so wird ein fairer Wettkampf gewährleistet.

Gürtelfarben

Wenn Sie Karate-Training beginnen, bekommen Sie den weißen Gurt. Dieser zeigt, dass Sie Anfänger sind, also lernen Sie beim Training die grundlegenden Techniken. Bei diesem Grad gibt es nur eine Prüfung, die Sie überspringen können, um den gelben Gurt zu erhalten. Hier lernen Sie ein paar Einzeltechniken und neue Fußpositionen. Das Ende der Unterstufe wird mit dem orangenfarbigen Gurt angezeigt. Hier müssen Sie bei der Prüfung eine Kombination kennen, jedoch müssen Sie sich nur auf Ihre Fußtritte konzentrieren.

Weiter geht’s zum grünen Gürtel. In dieser Klasse müssen Sie schon ein paar richtige Kombinationen erlerne, bei denen Sie Ihr Wissen der Einzeltechniken beweisen können. Natürlich müssen Sie noch immer die Basis bzw. Kata Heian Sanda beherrschen, dazu kommt aber noch eine neue Variante von Kumite. Haben Sie diesen Grad erfolgreich abgeschlossen, erhalten Sie den blauen Gurt und danach den braunen.

Sowohl der blaue als auch der braune Gurt sind in zwei bzw. drei weitere Unterstufen eingeteilt. Beim blauen Gurt trainieren Sie schon mit Ihrem Partner. Im Kampf werden zum ersten Mal auch Tritte eingesetzt. Schaffen Sie es weiter, erhalten Sie den braunen Gurt, der in drei Stufen eingeteilt wurde. Indem Sie die Prüfung schaffen, beenden Sie die Oberstufe.

Der schwarze Gurt

Wenn Sie fleißig Karate trainieren, werden Sie mit der Zeit zu einem Karate Meister. Damit bekommen Sie auch den schwarzen Gurt, der in 10 Unterstufen eingeteilt wird. Hier geht es nicht mehr in erster Linie darum, neue Kombinationen zu erlernen, sondern bereits gewonnenes Wissen zu vertiefen. Je höher die Stufe, desto mehr Bedeutung bekommt aus der theoretische Teil. Zwar unterscheiden sich die Stufen des japanischen und chinesischen Systems, trotzdem werden Sie aber ab der 9. bzw. 7. Stufe als Großmeister bezeichnet.

Fazit

Bevor Sie aber den schwarzen Gurt bekommen, werden Sie hart trainieren müssen. Manchmal dauert es mehrere Jahre harter Arbeit, Geduld, Selbstdisziplin und Ausdauer, bis ein Anfänger in die obersten Stufen gelangt. Nichts ist aber unmöglich, auch beim Karate. Also, jetzt wissen Sie, was die einzelnen Gürtelfarben bedeuten.